WeltErbeCard [(c)Admin]

Veranstaltungen

Veranstaltungen | Volksfeste, Märkte | kostenlose Veranstaltung

Bauernmarkt in Coswig (Anhalt)

Alle Termine zu dieser Veranstaltung 22.05.2021 von 08:00 Uhr bis 14:00 Uhr

Alle Veranstaltungsorte zu dieser Veranstaltung Marktplatz in Coswig (Anhalt)

https://www.coswigonline.de/var/cache/thumb_47475_1034_1_150_120_r4_jpeg_bauernmarkt2021.jpg

Kontaktinformationen

Stadt Coswig (Anhalt)
  • Am Markt 1
  • 06869 Coswig (Anhalt)

Telefon

  • Tel. 034903 610-0
  • Fax 034903 610-158

E-Mail

Öffnungszeiten                                     


 


 

Das Wetter

_STARTSEITE / AKTUELLES / NEWS

Das Stadtarchiv informiert

Das Schicksal einer alten Papierfabrik

Das Stadtarchiv informiert

Zu einem unserer ältesten Industriebetriebe zählte die ehemalige „Fiedlersche Papierfabrik“ Heute dient dieser Platz als Parkplatz hinter dem Amtshaus den innerstädtischen Besuchern und natürlich auch den Coswigern selbst. Zur Geschichte dieses Areals; Die Papierfabrik gehörte früher einer Aktiengesellschaft in Simritz-Steina. Seit dem Jahre 1900 befand sie sich im Besitz von Luis Fiedler und seit dessen Ableben im Familienbesitz als GmbH. Das heutige Amtshaus, gebaut 1703, diente damals der Familie als ansehnlicher Wohnsitz. Die Fabrik war einst ein blühendes Unternehmen und beschäftigte über 100 Leute. In der Hauptsache wurden Tapetenpapiere, Zeitungspapier, Holzmahlpapier und Briefumschläge hergestellt. Der allgemeine Niedergang der deutschen Industrie vor dem Jahre 1933 machte auch dieser Fabrik so viel zu schaffen, dass das Unternehmen nicht mehr gehalten werden konnte, trotz verkürzter Arbeitszeit und anderer Rettungsversuche. Dazu kommt, dass sie auch nicht von Bränden verschont wurde; im Jahre 1926 war es, „als mit gewaltigem Krach einen Tag nach der Konfirmation eine der Papiermaschinen in die Luft flog.“ Der Materialschaden ging in die Zehntausende und bedeutete für die Firma einen gewaltigen Rückschlag. Es musste eine fast ganz neue Papiermaschine angeschafft werden. Dies und die allgemeine schlechte wirtschaftliche Lage in der Zeit des Nationalsozialismus brachten es mit sich, dass sich die Inhaber der Firma entschlossen, das Unternehmen zu verkaufen.
Eine englische Firma übernahm die Fabrik allerdings auch nicht lange. Zur Jahreswende 1930/31 wurden die Tore des Werkes geschlossen, seitdem steht der Betrieb still. Alle Versuche und Verhandlungen schlugen fehl und so kam, wie es kommen musste, das Maschinenlager wurde abgebaut. Eine Berliner Firma hatte im Jahre 1936 ihre Facharbeiter in die stillgelegte Fabrik geschickt um eine Maschine nach der anderen abzumontieren. Ein Blick in die Räumlichkeiten der ehemaligen Fabrik zeigte, wie aus den gewaltigen Fundamenten die Maschinen gelöst und die Einzelteile sorgsam verpackt wurden. Was wertlos erschien wurde zerschlagen. Am 01. April 1938 schließlich wurde der 75 Meter hohe Schornstein der Papierfabrik Fiedler durch ein Sprengkommando einer Leipziger Abbruchsfirma gesprengt. Zitat: „Heute nun fällt zwischen 17 und 18 Uhr der gewaltige, den Kirchturm überragende Fabrikschornstein. Für Fotoamateure bietet sich von den Elbwiesen an der Unterfischerei ein guter Blick nach dem Schornstein. Die Sprengung wird zuvor durch Trompetensignale bekannt gegeben werden.

© Jutta Preiß

Zurück

Aktuelles