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BM Bericht 11.10.2012

BM Bericht 11.10.2013

Bericht der Bürgermeisterin über die Arbeit der Verwaltung und Bekanntmachung der von den beschließenden Ausschüssen gefassten Beschlüsse

Sehr geehrter Herr Stadtratsvorsitzender,
sehr geehrte Damen und Herren Stadträte,
lieber Schülerinnen, Schüler und Eltern, werte Gäste,

der Volksmund sagt: „Es gibt zwei Möglichkeiten, Achtung zu erwerben -
entweder leistet man wirklich etwas, oder man behauptet, etwas zu leisten. Die erste Methode ist ratsamer, denn hier ist die Konkurrenz bei weitem nicht so groß."
Unsere gerade geehrten Schülerinnen und Schüler haben sich für die erste und zweifellos richtige Methode entschieden. Ihnen gebührt dafür unsere Anerkennung - ich bin sehr froh, dass in diesem Stadtrat die Ehrung von Schülern Tradition ist und bleibt.

Meine sehr geehrten Damen und Herren Stadträte, mit Schreiben vom
28. 09. 2012 wurde durch die Rechtsaufsicht des Landkreises Wittenberg die 2. Nachtragshaushaltssatzung 2012 geduldet bzw. nicht beanstandet. Allerdings wurden dazu Verfügungen erlassen, die durch den Stadtrat mit Beitrittsbeschluss zu legitimieren sind. Der Stadtrat ist somit am
16. Oktober zu einer Sondersitzung geladen.
Dieser Entscheidung der Rechtsaufsicht gingen Gespräche, auch mit der oberen Rechtsaufsicht des Landesverwaltungsamtes voraus, die natürlich mit der Brisanz der Thematik im Zusammenhang standen. Mein Dank für die Unterstützung bei den Gesprächen gilt der BBT und dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates der Wohnungsbau GmbH, Herrn Tylsch.
Wir hatten eine schwierige Schlacht zu schlagen, von der nicht unwesentlich auch Teile der weiteren städtischen Entwicklung, vor allem im Stadtumbau Ost-Programm, abhängig waren und noch sind, denn sie ist noch nicht gewonnen.
Sie, werte Damen und Herren Stadträte sind jetzt in der Verantwortung mit dem Beitrittsbeschluss, nachfolgend die Banken mit der Umsetzung ihrer Zusicherungen und letztlich der Aufsichtsrat mit dem Gesellschafter bei der weiteren Umsetzung des Konzeptes in Gänze - auch mit den erteilten Verfügungen. Eine Verfügung war der Erlass der Haushaltssperre des Verwaltungshaushaltes und ich habe von meinem Recht gemäß § 29 Gemeindehaushaltsverordnung Gebrauch gemacht, nicht erst auf den Beitrittsbeschluss zu warten, sondern diese mit Wirkung vom 1.10. zu erlassen. Sie wissen, dass dies nicht gleichbedeutend ist mit „nun geht gar nichts mehr" sondern „nun steht nochmals die Unabwendbarkeit unter besonderer Prüfung" und dies ist auch, hinsichtlich der gegenwärtig noch kritisch zu betrachtenden Gewerbesteuereinnahmen gerechtfertigt.
Ansonsten liegt bei der Haushaltsdurchführung 2012 sowohl der Einnahme-, wie auch Ausgabebereich in den Planvorgaben.
Hier nehme ich auch die Bauamtsleiterin beim Wort, die garantierte, dass die Bescheiderstellung für die Umlage des Wasserbodenverbandes, entsprechend unseres Konsolidierungsbeschlusses spätestens bis Anfang November zum Versand gefertigt sein wird, so dass die dafür geplanten
Einnahmen in Vollzug kommen.
Der Haushaltsplanentwurf 2013, erstmals in doppischer Form, wird gegenwärtig erarbeitet. Am 25.10. findet dazu ein Arbeitsgespräch gemeinsam mit dem Finanzausschuss und den Ortsbürgermeistern und am 20.11. die erste Beratung im Finanzausschuss statt. Unsere gemeinsame Zielstellung bleibt, den Haushaltsplan und die Haushaltssatzung 2013 in der Dezembersitzung dem Stadtrat zur Beschlussfassung vorzulegen.

Lassen sie mich im Finanzbereich noch ein Wort zu den Prüfungen der Jahresrechnungen sagen, für die fast 60 T € an den Landkreis zu zahlen waren. Hier bemängele ich nicht die Prüfungen an sich, sie sind gesetzlich fundiert und zweifelsfrei notwendig. Allerdings kann ich Ihnen die Nachvollziehbarkeit dieser Kosten nicht erläutern, weil diese für uns nicht nachvollziehbar gestaltet sind. Und genau das ist es, was sich mir nicht erschließt und weshalb ich dafür plädiere, sich zukünftig Kostenangebote anderer, ebenfalls zur Prüfung zugelassener Stellen einzuholen.
Die Ergebnisse der Prüfungen der Jahresrechnung 2009 der Gemeinden und 2010 der Gemeinde Thießen liegen ihnen heute zur Beschlussfassung vor.
Die Prüfungen der Jahresrechnungen 2009 bis 2011 der Stadt Coswig sind ebenfalls abgeschlossen und werden derzeit zur Beschlussfassung im Stadtrat aufbereitet.

Sehr geehrte Stadträte, vielleicht haben Sie sich bei der Zeitungsmeldung zur Problematik des Müllbanderolenverkaufs in Gräfenhainichen gefragt, wie mag das bei uns laufen und ehe die Frage kommt, teile ich Ihnen gern mit, wie wir das praktizieren.
Die Abrechnung und Aufbewahrung erfolgt seit 2011 durch die Stadtkasse in Verbindung mit dem Bürgerbüro. Die Anforderung beim Landkreis erfolgt über das Bürgerbüro in Absprache mit Stadtkasse, Empfangsbestätigung erfolgt nach Kontrolle der durch den Kurier gebrachten Müllbanderolen, Wertmarken und Abfallsäcke durch die Kasse. Die Müllbanderolen werden im Panzerraum bzw. Panzerschrank der Stadtkasse aufbewahrt, Wertmarken und geringe Anzahl an Abfallsäcken erhält das Bürgerbüro direkt. Die Verkaufsstellen bekommen nur mit Ausweis die Müllbanderolen ausgehändigt und quittieren mit ihrer Unterschrift. Einmal wöchentlich wird die Abholung an den Landkreis Wittenberg gefaxt und die Rechnungslegung erfolgt dann von dort direkt mit den Verkaufsstellen.
Das Bürgerbüro hat ein Limit von 100 Stück Müllbanderolen, die dort verwahrt und verkauft werden. Der Verkaufserlös wird durch das Bürgerbüro an die Stadtkasse übergeben und von dort direkt auf das Konto eingezahlt. Nach Aufforderung durch den Landkreis werden dann die Rechnungen durch Überweisung beglichen.
Am Jahresanfang 2012 erfolgte die Abstimmung mit dem Landkreis Wittenberg, die ohne Beanstandungen verlief. Abrechnungen und Bestand an Müllbanderolen waren ordnungsgemäß verkauft und abgerechnet.
Fazit: Kontrolle und Gegenkontrolle durch 2 Bereiche schließen Missbrauch definitiv aus.

Abschließend im Bereich Finanzen möchte ich bestätigen, dass der im Haushalt 2012 geplante Ansatz städtische Zuschuss für die Feierlichkeiten anlässlich des 825-jährigen Bestehens unserer Stadt, trotz erheblich höherer Ausgaben, z. B. für die Straßensperrung und teilweise den Einsatz von notwendigen Sicherheitskräften, eingehalten wurde, da auch mehr Einnahmen zu verzeichnen waren.
In diesem Zusammenhang sei auch hier einmal festgestellt, dass nicht nur ich meine, die Stadt hat in Vorbereitung und im Zusammenhang mit diesem schönen Fest einen gewaltigen Ruck nach vorn gemacht, sowohl in der Innenstadtgestaltung, als auch in der Verbundenheit bzw. Identifizierung der Bürger mit ihrer Stadt.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, genau das ist Stadtmarketing.
Die Veränderungen in der Innenstadt, die Heranführung der Touristen vom Radweg in die Innenstadt - all das trägt dazu bei, unsere Stadt mit attraktiven und vielfältigen Angeboten regional und überregional zu vermarkten - nichts anderes will Stadtmarketing erreichen.

Besonders für unsere Stadt - als Grundzentrum zwischen den beiden Großstädten Dessau-Rosslau und Wittenberg - ist diese Aufgabe durch die geographische Lage nicht leicht.
Und sie liegt nicht allein bei den Verantwortlichen in den kommunalen Räten und der Verwaltung, sondern auch bei der Gastronomie, dem örtlichen Einzelhandel und zahlreichen Wirtschaftszweigen.
Sie alle sollten für die gesamte Außenwirkung der Stadt Sorge tragen, für ihre Attraktivität sowie die Schaffung bzw. Erhöhung des Bekanntheits-grades.
Und hier, meine sehr geehrten Damen und Herren, haben wir in den letzten Jahren wichtige Impulse geschaffen - der wohl Wichtigste - mit regionaler und überregionaler Ausstrahlung und Anziehungskraft ist der Antrag auf das Prädikat „Erholungsstadt".

Sie kennen die wesentlichen Faktoren, warum es eine Entscheidung noch nicht gab, der Antrag wurde zurückgestellt, nicht zurück gewiesen.
Im Gegenteil, ich bin mit dem Ausschuss in ständigem Kontakt und informiere über die Fortführung von Maßnahmen.
Sie wissen auch, dass damit im Zusammenhang eben auch die Ortsumfahrung steht, wobei ich nicht verhehlen möchte, auch in Bezug auf die Sauberkeit der Innenstadt gibt es noch einiges zu tun, allerdings benötigen wir hier dringend die Unterstützung unserer Bürger.

Weitere wichtige Impulse sind:
- wir haben das Stadtentwicklungskonzept erarbeitet - und dieses im vergangenen Jahr fortgeschrieben;
- wir sind dabei unseren Flächennutzungsplan zu entwickeln - welcher wichtige Entwicklungs- und Erweiterungsflächen für die städtebauliche Entwicklung festschreibt;
- durch die Teilnahme am Förderprogramm Stadtumbau Ost haben wir marode und unwirtschaftliche Leerstandsobjekte beseitigen können;
- durch den Abriss der Gebäude Friederikenstraße 43 +44 sowie einige Ruinen am Markt bzw. der Oberfischerei haben wir städtebauliche Missstände beseitigt und in der Friederikenstraße Platz für ein anspruchsvolles Erneuerungs- und Freiflächenprojekt für den Lindenhof geschaffen, was wiederum zu attraktiver Aufenthaltsqualität - verbunden mit Kultur und Freizeit - führen wird;
- wir haben eine wichtige Radwegeverbindung am Elbehang zur Innenstadt gebaut und attraktiv gestaltet;
- das Rathaus, das Amtshaus, die Kirche, der Klosterhof, die Torhäuschen einschließlich Gartenhaus/Grotte sind innovativ sanierte Bereiche und bilden ein Ensemble, die den Tourismus anziehen; die neue Gestaltung und Ausstellungen im Museum unterstützen das;
- unsere eigenen Bewohner motivieren wir jährlich mit dem Wettbewerb „Schönes Haus" nicht nur etwas für die eigene Wohnqualität zu tun, sondern auch das Stadtbild insgesamt zu verschönern.
- Wir sind dabei und haben den Antrag gestellt sowie Gespräche geführt, die Förderung für das touristische Schilderleitsystem zu bekommen.
- Wir haben die Leerstandobjekte kartiert, - besonders in der Friederikenstraße - die Eigentümer leerstehender Geschäfte angeschrieben, sie gemeinsam mit dem Werbeverein zu einer Schaufenstergestaltung motiviert und unsere Bereitschaft erklärt, ihre leerstehenden Geschäftsräume im Internet anzubieten. Die Annahme dessen ist jedoch sehr unterschiedlich.
Dabei will ich nicht die Sorge um den Leerstand in der Innenstadt unter den Scheffel stellen und ich befürchte, mit dem Arsenalplatz in Wittenberg wird sowohl unser Problem noch größer, aber auch für die Geschäfte in Wittenbergs Innenstadt nicht leichter.
Dieses Problem haben nicht nur wir als Stadt erkannt, auch die Mitglieder der Werbegemeinschaft haben in mehreren Beratungen Ideen entwickelt und deren Umsetzung besprochen - ich war dabei.
Sicher kann man noch mehr tun, wenn man Stadtmarketing nicht „nebenbei" machen müsste und man sich eines marketinggerechten Know How`s bedienen könnte, also die Unterstützung spezialisierter Büros zur Verfügung hätte. Dennoch lasse ich mir all die genannten Ergebnisse, die zum Stadtmarketing beitragen, nicht klein reden. Selbst die Bürger und schon gar die Besucher sehen die Entwicklung - in zahlreichen persönlichen Gesprächen kommt das sehr deutlich rüber.

Professionelles Stadtmarketing benötigt konzeptionelle Herangehensweise mit den Phasen: Anschub - Analyse - Leitbild - Umsetzung und umfasst das Standortmarketing, das Citymarketing und das jeweilige Stadtteilmarketing. Stadtmarketing muss kontinuierlich und auf Dauer angelegt sein - ist betreuungsintensiv und benötigt deshalb Ausdauer und politische Unterstützung von tragender und höchster Stelle. Und es steigt und fällt mit zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln.
Es stimmt, viele Städte geben dafür sehr viel Geld aus - dafür, dass wir unser verfügbares Geld nicht für ein Büro oder zusätzliches Personal, aber doch für die baulichen und gestalterischen Veränderungen ausgaben, ist das Ergebnis wohl beachtlich - gerade mit und nach der 825-Jahrfeier des Bestehens unserer Stadt.

Da wir nun schon auch mitten im Arbeitsgebiet der Bauverwaltung sind, möchte ich hier auch gleich fortfahren.
Doch vorerst komme ich meiner gesetzlichen Pflicht zur Bekanntmachung der im Haupt-, Finanz- und Bauausschuss gefassten Beschlüsse nach:

Hauptausschusses 24.07.2012
Beschluss COS-BV-506/2012
Grundstücksangelegenheit
Grundstücksverkauf einer Teilfläche in der Ortschaft Wörpen
Abstimmungsergebnis einstimmig beschlossen

Beschluss COS-BV-509/2012 Vergabe einer Maßnahme
Umgestaltung Bahnhofsumfeld Coswig (Anhalt)
Los 01 nördlicher Teil
Abstimmungsergebnis einstimmig beschlossen

Bau-, Stadtentwicklungs- und Sanierungsausschusses 24.07.2012
Beschluss COS-BV-489/2012
Vergabe einer Maßnahme
Umbau und Sanierung Rathaus Coswig (Anhalt) - Los 6 Tischlerarbeiten
Abstimmungsergebnis einstimmig beschlossen

Beschluss COS-BV-490/2012 Vergabe einer Maßnahme
Umbau und Sanierung Rathaus Coswig (Anhalt) - Los 14 Aufzug
Abstimmungsergebnis einstimmig beschlossen

Beschluss COS-BV-510/2012 Vergabe einer Maßnahme
Umbau und Sanierung Rathaus Coswig (Anhalt) - Los 9 - Wärmedämmverbundsystem und Wärmedämmputz
Abstimmungsergebnis einstimmig beschlossen

Beschluss COS-BV-491/2012 Vergabe einer Maßnahme
Umgestaltung Bahnhofsumfeld Coswig (Anhalt) - Los 2 Abrissarbeiten
Abstimmungsergebnis einstimmig beschlossen

Haushalts- und Finanzausschusses 25.09.2012
Beschluss COS-BV-521/2012
Außerplanmäßige Ausgabe Vermögenshaushalt 2012
hier: Grundstücksangelegenheit
Abstimmungsergebnis einstimmig beschlossen

Beschluss COS-BV-540/2012
Antrag der CDU/FDP-Fraktion zur Finanzierung der Kinderfeuerwehr in Weiden
Abstimmungsergebnis einstimmig beschlossen

Bau-, Stadtentwicklungs- und Sanierungsausschusses 09.10.2012
Beschluss COS-BV-530/2012
Vergabe einer Maßnahme
Umbau und Sanierung Rathaus Coswig (Anhalt) - Los 7 Tischlerarbeiten (Aluminium-Brandschutz-Innentüren)
Abstimmungsergebnis einstimmig beschlossen

Beschluss COS-BV-541/2012 Vergabe einer Maßnahme
Umbau und Sanierung Rathaus Coswig (Anhalt) - Los 15 Entwässerung, Abdichtung, Dämmung und Pflasterarbeiten Innenhof, Metallgeländer
Abstimmungsergebnis einstimmig beschlossen

Beschluss COS-BV-531/2012 Vergabe einer Maßnahme
Sanierung / Umbau / Neubau Fröbel-Grundschule - Los 1 Geländeberäumung
Abstimmungsergebnis einstimmig beschlossen

Beschluss COS-BV-544/2012 Vergabe einer Maßnahme
Innensanierung Kindertagesstätte Topolino in Klieken - Los A01 Ausstattung
Abstimmungsergebnis einstimmig beschlossen

Zu den Schwerpunkten der laufenden Arbeit der Bauverwaltung

Sanierung/Umbau Kita Amselgarten, Haus I in Coswig
Die Baumaßnahme ist fertig gestellt. Im Außenbereich fehlt es noch an Spielgeräten, der Lieferauftrag allerdings ist ausgelöst, die Geräte werden in den nächsten Tagen erwartet.
Mit der Einweihung der Kindereinrichtung am 18.8.2012 wurde eine funktional durchdachte, freundliche und farbenfrohe Krippeneinrichtung übergeben, in der sich die Kinder sichtlich wohl fühlen.
Kita „Gänseblümchen" in Cobbelsdorf
Die Baumaßnahme ist ebenfalls fertig gestellt. Der Krippenteil wurde am 7.9.2012 eingeweiht. Hier trifft gleiches zu, wie im Amselgarten - farbenfroh und funktional durchdacht - genau richtig für Kinder.
Bei beiden Einrichtungen darf ich kurz und knapp einschätzen, die fundierte Arbeit eines Fachmannes - Herr Quack - nochmals ein herzliches Dankeschön. Lassen sie uns das in der Fröbelgrundschule und Kita Klieken fortführen.
Fröbelgrundschule
Im Bauausschuss wurde das Vorhaben ausführlich vorgestellt und erläutert.
Die Ausschreibungen für den Abbruch, die Demontage der Heizungs- Lüftungs- und Sanitäranlagen und der Elektroleitungen sowie die Geländeberäumung sind bereits erfolgt und werden zur Vergabe vorbereitet. Mit der Bauausführung wird in der kommenden Woche begonnen.
Im Außenbereich wird das Baufeld zur Vorbereitungen für die Errichtung der neuen Turnhalle und Aula freigemacht.
Abbraucharbeiten wird es im Innenbereich geben, insbesondere die Entfernung der Einbauten wie Türen, Bodenbeläge sowie Tapeten usw. und die Demontage der technischen Ausrüstung.
Die weiteren Ausschreibungen der Gewerke erfolgen bauablaufbedingt nach Baufortschritt.
Kita „Topolino" in Klieken
Auch dieses Bauvorhaben wurde im Bauausschuss ausführlich vorgestellt und erläutert.
Mit der Innensanierung wurde im Juli begonnen. Die Gewerke Trockenbau, Tischlerarbeiten - Innentüren, Maler- und Bodenbelagsarbeiten, Elektroinstallation und Heizung waren ausgeschrieben und sind beauftragt.
Zur unbeeinträchtigten Bauausführung für Kinder und Firmen waren die Kindergartenkinder in die Grundschule Klieken gezogen und die Krippenkinder bewohnen zurzeit noch den Kindergartenteil. Allerdings können sie noch im Oktober in ihr neues Domizil einziehen, denn die Sanierungsarbeiten erfolgten sehr zügig.
Im Anschluss wird auch der Kindergartenteil analog des Krippenteiles saniert.
Geplant ist der Umzug der Kindergartenkinder zurück in ihre Gruppenräume im Januar 2013.
Die Arbeiten an den Außenanlagen werden im Frühjahr 2013 durchfeführt.

Rathaus
Die Bauarbeiten im Rathaus erfolgen derzeit an verschiedenen Bereichen und Abschnitten.
Im Innenhof ist der Rohbau des Aufzugschachtes fertig gestellt und wird derzeit gedämmt. Die Innenfassade wird geputzt. Ab der 40. KW wurden die Fenster im Innenhof erneuert. In der 42. KW wird der Aufzug eingebaut und in der 43. bzw. 44. KW wird der Innenhof abgerüstet.
Danach ist in Abhängigkeit der Witterung Dämmung und Pflasterung des Innenhofes geplant.
Anfang der 41. KW. erfolgt die Vergabe der Aluminium- Brandschutztüren.
Die Dachdeckerarbeiten auf dem Südflügel sind fertig gestellt und auch der Ausbau des Dachgeschosses ist weitestgehend abgeschlossen.
Durch die Umsetzung der Brandschutzforderungen sind nahezu alle öffentlichen Bereiche und Etagen des Rathauses von der Bauausführung betroffen. Dies betrifft insbesondere die Verlegung von Löschanlagen und der Elektroinstallation sowie auch die Innentüren. Mit der beauftragten Bauausführung befinden wir uns im Plan. Allerdings wurde uns durch das zuständige Bauministerium ein Vorgriff auf die Denkmalpflegemittel 2012 gestattet, um die Sanierungsarbeiten am Rathaus dann auch wirklich zu Ende zu bringen. Da es sich dabei um außen sichtbare und im Inneren Maßnahmen des öffentlichen Bereiches handelt, stimmte das Landesverwaltungsamt der Förderung dieser Maßnahmen zu. Es handelt sich hierbei um die Erneuerung der Ost- und Südfassade, Fußbodenarbeiten im unteren Eingangsbereich vom Markt kommend, die Treppe und im Flur der 1. Etage.

Zur Baumaßnahme Bahnhof ist zu berichten,
dass die Ausschreibung und die Zuschlagserteilung für den nördlichen Teil und den Abriss am südlichen Teil erfolgten.
Die Arbeiten begannen in der 36. KW und sind bis zum 12.10.2012 der Abriss südlicher Teil und 14.12.2012 der Bau nördlicher Teil fertig zu stellen. Derzeit befinden sich die Maßnahmen im Rahmen des Bauablaufplanes.

"Alte Ziegelei" im OT Zieko
Die Baumaßnahme ist beendet, am 22.09.2012 erfolgte die festliche Einweihung und Übergabe.
Hierzu möchte ich nochmals zum Ausdruck bringen, dass sich der Ortschaftsrat Zieko mit der Vorbereitung dieser Feierlichkeiten größte Achtung erworben hat und dass wieder eindeutig spürbar war, auf die Ziekoer Bürger ist Verlass, sie haben ihr Haus gern und würdig, mit strahlenden Gesichter angenommen. - trotz des leider schlechten Wetters - da fehlte keiner - Burkhard, Gratulation.

Dachsanierung Stadtsporthalle
Die Dachsanierung der Stadtsporthalle war 2012 finanziell im Haushaltsplan gesichert. In diesem Zusammenhang erging an die Bauverwaltung der Auftrag zu prüfen, inwieweit die Dachflächen auch solartechnisch nutzbar zu machen sind und die Sanierung und das Aufbringen von Solarkollektoren als Paket lösbar wären.
Interesse von Seiten eines Investors war vorhanden, mit dem bis Juli die erforderlichen Verhandlungen geführt wurden. Allerdings beim Vertrag mussten sich unsere Seelen scheiden, für uns war dieser Vertrag nicht akzeptabel. Der Vertrag sollte geändert werden, allerdings trat der Investor dann doch zurück, die geforderten Vertragsklauseln konnten seinerseits nicht eingehalten werden.
Außerdem hatte der Investor bis dahin die Bauverwaltung dahingehend informiert, dass sein Statiker die Tragfähigkeit des Daches der Sporthalle geprüft habe. Dies lag uns allerdings nicht schriftlich vor und angesichts des entstandenen Vertrauensbruches und eines ggf. neuen Partners zur Nutzung mit Solarenergie, wurde von der Verwaltungsleitung der statische Nachweis schriftlich - mit Gutachten gefordert.
Heute bin ich sehr froh, ob meiner Forderung, denn das statische Gutachten sagt eindeutig die Unzulässigkeit für die Last zusätzlicher Solarkollektoren aus.
Das Bauamt hat dann zwar unverzüglich die öffentliche Ausschreibung durchgeführt, am 24.09. hätte die Vergabe im Bauausschuss erfolgen sollen und am 01.10. wäre Baubeginn, mit einer 6-wöchigen Bauzeit gewesen. Allerdings zeigte das Submissionsergebnis eine 35 %ige Überschreitung der Kostenschätzung. Damit war die Finanzierung nicht gesichert und die Ausschreibung musste aufgehoben werden.
Auch ohne Baufuzzi zu sein, ließ ich angesichts der fortgeschrittenen Jahreszeit und der Tatsache, dass bei dem aufzubringenden Thermo- und Deckanstrich eine Mindesttemperatur von 5 Grad Plus sein muss,
die Entscheidung treffen, die Dachsanierung in das Jahr 2013 zu schieben. Das gefällt mir zwar nicht, aber daran kann ich jetzt nichts ändern. Die Maßnahme wird im zeitigen Frühjahr ausgeschrieben - gehen Sie davon aus, dass ich das genau im Auge behalte. Die Finanzmittel dafür bleiben gesichert.

Ausbau Mittelstraße / Lange Straße
Der Baufortschritt ist vor Ort ersichtlich. Aufgrund der vorgefundenen Bodenschichten und alte Leitungsbestände kam es zu verschiedenen Beeinträchtigungen im Bauablauf.
Mit den Pflasterarbeiten ist die Baufirma deshalb ca. 12 Tage im Verzug, allerdings mit den Kanalarbeiten haben wir ca. 10 Tage Vorsprung, so dass man davon ausgehen kann - und das ist unser Ziel -den Fertigstellungstermin 30.11.2012 zu halten. Ich hoffe, der Oktober beschert uns nicht so viele so kalter Nächte, wie in der zurückliegenden Woche.
Antonienhüttenweg - Querstraße
Der Ausbau Antonienhüttenweg ist abgeschlossen. Die Verkehrsfreigabe erfolgte am 26.09.2012. Mit den Ausbauarbeiten der Querstraße wurde am 24.09.2012 begonnen. Die Arbeiten liegen im Rahmen des Bauzeitenplans.

Anhörungsverfahren im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens für das Bauvorhaben „B 187n - Neubau der Ortsumgehung Griebo":
In der Stadt werden für o. g. Vorhaben die Unterlagen für die Einleitung des Anhörungsverfahrens in der Zeit vom 15.10.2012 bis 14.11.2012 öffentlich ausgelegt.
Die Stadt selbst wird im Rahmen des Anhörungsverfahrens beteiligt und kann zum Plan bis zum 28.11.2012 eine Stellungnahme abgeben.
Am 19.11. wird die Thematik im Bauausschuss zur Beratung auf der Tagesordnung stehen.
Lassen Sie mich zu den Problemen des B-Planes Autohof noch einige Ausführungen machen.
Tatsache ist, dass im Verfahren denkmalrechtliche, archäologische und Stellungnahmen zu Ersatzpflanzungen dringender Klärung bedurften.
Somit gab es verschiedene Termine und Gespräche, die der Lösbarkeit dienen sollten und wie ich meine auch dienten.
Unter Regie unserer Stadtplanerin wurde die Thematik der Ersatzpflanzungen mit vernünftiger Vertragsgestaltung zwischen dem Landespflegeverband und dem Investor einvernehmlich gelöst.
Ein Gespräch in Wörlitz mit Vertretern des Landesamtes für Denkmalpflege brachte, im wahrsten Sinne des Wortes „Licht ins Dunkel" hinsichtlich der Höhe bzw. der Strahlkraft des geplanten Pylohns.
Und auch das Gespräch mit dem für Archäologie verantwortlichen Dr. Hille ließ eine einvernehmliche Lösung durch zwei Probeschachtungen erkennen. Also insgesamt beste Voraussetzungen, die B-Planung jetzt fortzusetzen.

Sehr geehrter Herr Stadtratsvorsitzender, sehr geehrte Damen und Herren Stadträte, ich komme jetzt zum Bereich Ordnung und Soziales und ich denke ich muss nicht darauf aufmerksam machen, dass Aufgaben der einzelnen Amtsbereiche oft miteinander gekoppelt sind.
Ordnung/Sicherheit
Die Arbeiten am Einbahnstraßenring sind jetzt abgeschlossen. Unsere Zielstellung ist bekannt, es ging um weitere Verkehrsberuhigung, analog des Zustandes bei den Bauarbeiten - wir wussten von Beginn an, es wird schwierig und jetzt muss ich sagen - mehr war nicht zu machen. Auch zum Erreichen des jetzt vorliegenden Ergebnisses bedurfte es vieler Gespräche mit dem zuständigen Ministerium, dem Landesverwaltungsamt, der Landesstraßenbaubehörde und dem Landkreis damit dann endlich wenigstens etwas geschah.
Ergebnis ist:
Die Verlängerung der Einspurigkeit bis zur Baderstraße mit einer neuen Markierung, weil entsprechend Bundesstraßengesetz der Angebotsstreifen für Radfahrer nun anders markiert werden muss, wie bisher, angeblich hätte man das sowieso ändern müssen.
Auch die bis letzten Montag bestandene Verkürzung der Tempobegrenzung durch die Aufstellung eines 50 km/h Schildes im Bereich Zerbster Straße 9 brachte mich schier zum Wahnsinn, weil völlig daneben und es kostete wiederum ein Haufen Telefongebühren und auch Zeit, bis dann am Montag Abend das Schild endlich beseitigt wurde.

Es erfolgte die Verlängerung der Richtungsfahrbahn in der Schloßstraße vor dem Verkehrsknoten Flieth und die Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h für Lkw von Beginn Puschkinstraße bis Johann-Sebastian-Bach-Straße sowie die Verlängerung der Richtungsfahrbahn von Einmündung Schulstraße bis Verkehrsknoten „Schwarzer Bär".
Ich kann weiß Gott nicht sagen, dass mich das Ergebnis glücklich macht, bei den zähen Verhandlungen bin ich jedoch froh, überhaupt etwas erreicht zu haben. Tatsächliche Entschärfung, dass wissen wir alle, kommt erst mit der Umfahrung. Ob dafür nun endlich Ende dieses Jahres der Erörterungstermin stattfindet habe ich Herrn Grafe vom Landesbaubetrieb gefragt - er konnte mir darauf keine Antwort geben, will uns jedoch zeitnah wieder über den generellen Stand - wie er es vor den Fraktionsvorsitzenden Anfang des Jahres versprach, berichten.
Herr Stadtrat Ertelt hatte angeregt, den Verkehr regelnde Maßnahmen im Bereich Rosslauer Straße / Rosenstraße zu beantragen. Die Antragstellung erfolgte beim Landkreis, wo derzeit das Anhörungsverfahren läuft.

Im Rahmen der Gefahrenabwehr berichtet der Fachbereichsleiter von wiederum 4 Sterbefällen, bei denen kein bestattungspflichtiger Angehöriger ermittelt werden konnte und wir somit die Bestattung veranlassen und Kosten tragen mussten.
Weiterhin gab es 4 Zwangsräumungen, bei denen die Verwaltung für die Unterbringung hätte sorgen müssen. In allen Fällen kamen die Betroffenen anderweitig unter, so dass keine Einweisung in eine Obdachlosenunterkunft notwendig wurde.
Da es wiederum Beschwerden darüber gibt, das Wildtiere auf dem Friedhof Schäden anrichten, wurde beim Landkreis ein Antrag auf beschränkte Jagdausübung gestellt, die Antwort steht allerdings noch aus.

Zum Bereich der Feuerwehr ist zu berichten, dass es im Berichtszeitraum zu 6 Bränden, 9 Technischen Hilfeleistungen und 8 Sonstigen Einsätzen kam. Am 16.06.2012 wurde, unter leider nur sehr geringer Beteiligung der Ortsfeuerwehren, der Pokallauf der Stadt Coswig (Anhalt) im Löschangriff Nass in Hundeluft durchgeführt und in den Ortsfeuerwehren Coswig (Anhalt), Cobbelsdorf, Thießen und Weiden fanden jeweils der Tag der offenen Tür mit guter Beteiligung der Bevölkerung statt. Allen Kameraden, die sich bei Vorbereitung und Durchführung beteiligten gilt mein herzlicher Dank.
Besonders lobenswerte Aktivitäten gibt es bei der Entwicklung und der Arbeit der Kinder- und Jugendfeuerwehren:
- am 15.09.2012 fanden im Rahmen des Tages der offenen Tür der Wehr Cobbelsdorf gleichzeitig die Festivitäten zu 20 Jahre Jugendfeuerwehr und 5 Jahre Kinderfeuerwehr in der Cobbelsdorfer Wehr statt. Die Durchführung eines Orientierungslaufes für alle Jugendfeuerwehren unserer Stadt sowie 2 Gastmannschaften aus Straach und Niemegk war ein besonderer Höhepunkt, der den Beteiligten viel Freude machte, allerdings von den Kameraden auch sehr gut vorbereitet war. Auch dafür nochmals ein herzliches Dankeschön an die Kameraden. Die Aktivitäten an diesem Tag wurden gleichzeitig verbunden mit der Übergabe des Mannschaftstransportwagens zur Nutzung an die Kinder- und Jugendfeuerwehren der Stadt. Diesen konnten wir gebraucht von der Polizei erwerben und entsprechend herrichten.
Für die Brandschutzerziehung der Kinderfeuerwehren wurden 6 Notruf-koffer mit unterschiedlichen Schwerpunkten zum Thema Brandschutz angeschafft; die Finanzierung erfolgte aus entsprechenden Fördermitteln des Landes.
Sehr erfreut bin ich auch über die Gründung der Kinderfeuerwehr Weiden und ich bedanke mich beim Finanzausschuss, dass auch hierfür, wie bei den Kinderwehren generell, die finanziellen Mittel zur Verfügung gestellt werden können.
Letztendlich habe ich Sie davon in Kenntnis zu setzen, dass der Ortswehrleiter der Ortsfeuerwehr Coswig (Anhalt) von seinem Amt zurückgetreten ist. Die Funktion wird vorerst im gegenseitigen Einvernehmen durch den stellvertretenden Wehrleiter wahrgenommen. An der Ausbildung eines neuen Wehrleiters wird gearbeitet.
Bei allen Kameraden der Ortswehren unserer Stadt möchte ich mich nochmals für die gute Unterstützung beim Stadtfest bedanken - die Kameraden haben wieder einmal bewiesen, wenn sie gebraucht werden, sind sie da.

Für Sie, werte Stadträte, vielleicht auch einmal interessant, im Zeitraum von Mai bis September wurden in unserem Standesamt 30 Ehen geschlossen. Darunter befanden sich auch Paare, z. B. aus Langenhagen und Lollar, sowie 4 Paare aus Dessau-Roßlau und sogar aus Frankfurt am Main gaben sich 2 bei uns ihr Jawort.

Zum Bereich Soziales - alles zu den Baumaßnahmen wurde bereits gesagt und natürlich sind davon auch die Mitarbeiter des Sozialbereiches betroffen.
In der Fröbelgrundschule z. B. erfolgte auch durch Mitarbeiter der Stadt, organisiert über den Sozialbereich, eine Teilentkernung, die jetzt durch Firmen fortgesetzt wird.
Auch der Umzug der Kinder in die L-Schule war sehr aufwändig und wurde von den Stadtwerken, unter Leitung von Herrn Kunze mit Bravour gemeistert. Hierfür nochmals Dank auch für die verständnisvolle Zusammenarbeit mit den Pädagogen.
Einschulungen erfolgten in 2012 wie folgt:
- Fröbelgrundschule 23 Schüler (insgesamt 110 Schüler / 92 Hortkinder)
- Grundschule am Schillerpark 31 Schüler (insgesamt 125 Schüler / 67 Hortkinder)
- Cobbelsdorf 4 Schüler (insgesamt 42 Schüler / 26 Hortkinder)
- Jeber-Bergfrieden 14 Schüler (insgesamt 61Schüler / 28 Hortkinder)
- Klieken 14 Schüler (insgesamt 61Schüler / 48 Hortkinder)
Vom Schulamt wurden neue Schulleiter ins Amt gehoben:
Die Schulleiterin der GS „Am Schillerpark", Frau Kühne, ist mit Ablauf des Schuljahres 2011/2012 in Ruhestand gegangen; Frau Trolle als Leiterin der Fröbelgrundschule ist nun auch Leiterin der GS „Am Schillerpark". In Hinblick auf Zusammenlegung der beiden Coswiger Grundschulen war das eine gute und richtige Entscheidung. Ich wünsche ihr von Herzen, dass sie die schwierige Aufgabe der Zusammenführung meistert und sage gern meine Unterstützung zu, weil ich um die leider bestehenden Vorurteile weiß.
Die Schulleiterin der Grundschule Jeber-Bergfrieden, Frau Eisner, ist nach Straach gewechselt; Herr Knopf (bisher Lehrer in Cobbelsdorf) ist nun Schulleiter in Jeber-Bergfrieden, auch ihm beste Wünsche und nochmals ein Dank an die verabschiedeten Schulleiter.
Die GS Jeber-Bergfrieden arbeitet bereits über einen langen Zeitraum mit dem Naturpark Fläming zusammen und erhielt am 18. Juli 2012 den Titel „Naturparkschule" verliehen. Dazu auch von dieser Stelle nochmals herzliche Gratulation.
Für die Grundschule Cobbelsdorf wurde nochmals eine Ausnahmegenehmigung erreicht, allerdings sind die Einschülerzahlen auch im kommenden Schuljahr sehr gering, so dass sämtliche Anstrengungen erforderlich sind, auch weiterhin Genehmigungen zu erzielen.
Unabhängig davon muss das unser Ziel sein und bleiben und wir werden daran verstärkt arbeiten. Allerdings gilt nach wie vor für mich die Zielstellung, die Grundschule Cobbelsdorf als Außenstelle der Grundschule Coswig (Anhalt) führen zu dürfen, weil das die vernünftigste Lösung darstellt.

Unsere städtische Musikschule besuchen derzeit ca. 230 Schüler, davon erhalten rund 40 Schüler ab neuem Schuljahr leistungsorientierten Unterricht (Hauptfach, Theorieteilnahme, Ensemblespiel, Mitwirkung bei Auftritten, jährliche Instrumental- und Theorieprüfung)
- ab September 2012 erhalten 9 Schüler eine Zusatzstunde studienvorbereitende Ausbildung, die vom Land Sachsen-Anhalt finanziert wird
- zu Beginn des neuen Schuljahres gab es einen hohen Zuspruch im Fach Musikalische Früherziehung sowie in den angebotenen Instrumentalfächern, so dass tatsächlich alle Stunden voll ausgelastet sind
- auch in den Grundschulen gibt es großes Interesse für das Angebot des Klassenmusizierens

Auch im Berichtszeitraum gab es wiederum zahlreiche Veranstaltungen unter Mitwirkung und durch unsere Musikschüler, hier möchte ich vor allem die mit enormer Außenwirksamkeit nennen, wie
- 20. Musikschultage in Magdeburg mit Beteiligung der Harfenschüler und des Gitarrenorchesters
- die Teilnahme von 2 Harfenschülerinnen am ENVIA M-Wettbewerb und Prämierung mit dem Sonderpreis
- im Juli erspielten sich beim Rathauskonzert Marius Koch und Isabell Hatos ihren erfolgreichen Mittelstufenabschluss
- 18.07.12 Schuljahresabschlusskonzert in der St. Nikolai Kirche mit Auszeichnung von über 20 Schülern
sowie zahlreiche musikalische Umrahmungen, wie z. B. bei der Eröffnung des Eichenkranzes in Wörlitz, bei Einschulungen und Festen.
Allen Schülern und Mitwirkenden sowie den Pädagogen nochmals ein herzliches Dankeschön.

Aus dem Amtsbereich 01 vermeldet Frau Engel, dass trotz der umfangreichen Bauarbeiten im Rathaus die Verwaltungstätigkeit ohne Abstriche und Einschränkungen erledigt wird. Da ich ja auch selbst hier arbeite, darf ich einschätzen, dass das manchmal aufgrund von Stemm- Brech- und sonstigen lauten Arbeiten gar nicht so einfach ist - deshalb ein dickes Dankeschön an die Mitarbeiter, aber auch an die Bauarbeiter, die das ja ständig aushalten müssen.

Neben der, meines Erachtens nach tollen 825-Jahrfeier fanden in diesem Sommer wiederum eine Reihe weiterer sehr gut gelungener Feste und Veranstaltungen statt, die sehr oft in Regie des Amtsbereiches 01 bzw. in dessen Mitwirken laufen. Sehen Sie mir nach, dass ich diese unmöglich alle aufzählen kann, aber ich möchte keinesfalls versäumen, mich bei allen Verantwortlichen, Organisatoren und Mitstreitern in und außerhalb des Rathauses herzlich bedanken. Ein großes Dankeschön dabei auch an die Vereine, z. B. an die Interessengemeinschaft Industrie und Gewerbe - Norbert Danke für das schöne Gewerbefest und an den Werbeverein für den wirklich sehr gut gelungenen Laurentiusmarkt - aber auch an viele andere Vereine in den Dörfern und der Stadt.

Im Rahmen Anhalt 800 ist auch unsere Stadt in die Organisation fest mit eingebunden, war beim Sachsen - Anhalt - Tag vertreten und wird auch am 20. Oktober bei der Abschlussveranstaltung in Bernburg präsent sein.
Die Anhalt-Landschaft wurde gegründet und meinem Antrag auf Aufnahme der Stadt Coswig (Anhalt) in der Satzung wurde entsprochen - somit sind wir in der Aufzählung der Residenzstädte vertreten.

Vielleicht haben Sie es schon festgestellt, in der Innenstadt wurden die Info-Säulen erneuert und in den Torhäuschen zum Klosterhof wurden neue, zweisprachige Säulen aufgestellt.
In der Domstraße sorgte die Cohen-Gesellschaft Coswig dafür, dass eine Gedenktafel zu Ehren Hermann Cohens an der Stelle des Geburtshauses angebracht wurde, auch hierfür ein herzliches Dankeschön.
Und am Radweg - Aufgang in die Innenstadt - wurde, aufgrund der großzügigen Finanzierung durch die Volksbank Dessau - Anhalt e.G., noch auf Initiative des damaligen Vorstandes Herrn Hatton, eine wunderschöne Designe-Stele aufgebaut, welche unsere touristischen Gäste jetzt begrüßt. Nochmals ein herzlicher Dank an die Verantwortlichen der Volksbank.

Im sportlichen Bereich ist meines Erachtens besonders erwähnenswert, dass unsere weibliche Handballjugend D beim Wismar-Junior-Cup 2012 den 5. Platz erreichte. Eine tolle Leistung, wenn man bedenkt, dass unsere Mädchen ausschließlich von Mannschaften geschlagen wurden, die an Sportschulen gekoppelt sind und natürlich personell über große Alternativen bei einem solchen Mammutturnier verfügen. Dagegen musste eben unsere Mannschaft sogar mit einer geprellten Schulter spielen und die Spielerin hat sich verzweifelt durch alle Spiele durchgebissen und gekämpft.
Ich ziehe den Hut vor unseren Mädchen, denn unterm Strich sind sie der beste Vizemeister aller neuen Bundesländer und insgesamt die 5 beste Mannschaft in den neuen Bundesländern und das ist für unser kleines Coswig, bei Gegnern wie Schwerin, Brandenburg, Leipzig usw. ein riesen Erfolg und eine tolle Leistung. Ich bitte Sven Schiller von diesem Stadtrat unsere herzliche Gratulation mitzunehmen - jetzt darf, für unsere Mädchen, auch mal geklatscht werden.

Meine Damen und Herren Stadträte, der Amtsbereich 01 zeichnet, neben den vielen Aufgaben der inneren Verwaltung, dem Ratsdienst, der Klärung von Rechtsfragen usw. auch für Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen bzw.
1-EURO-Jobs verantwortlich. Dass hier eine Stagnation zu verzeichnen ist, war bzw. ist nicht neu, auch wenn ich und sicher viele andere dafür kein Verständnis zeigen können. Nach wie vor gilt, wer vom Staat Geld bekommt, sollte auch eine Leistung dafür erbringen. In den Städten und Gemeinden gibt es so viel Arbeit, wenn wir dürften, könnten wir für alle Beschäftigungen finden. So weit so gut - oder nicht gut, Frau Edner, die neue Geschäftsführerin der Arbeitsagentur Wittenberg hat versprochen, sich auch dafür nochmals stark zu machen.

Jedenfalls ist der Rückgang der Maßnahmen der Grund, dass unsere GFA-Geschäftsstelle Coswig zum 30.11.2012 geschlossen wird, was ich sehr bedauere, denn uns verband eine langjährige und sehr gute Zusammenarbeit. Die derzeit laufenden Maßnahmen müssen somit von einer anderen Gesellschaft übernommen werden, wir sind hier bereits in Gesprächen.

Für die Städte hat sich allerdings eine neu zu erschließende Quelle geförderter Arbeit aufgetan. Die Städte können die Anerkennung von Bundesfreiwilligendienststellen beantragen und genau dies praktizieren wir zur Zeit - für die Sporteinrichtungen, Freibäder, Kindereinrichtungen, im Umweltbereich und in den Gemeindezentren der Ortschaften.
Für insgesamt 10 Einsatzstellen sind 34 Stellen beantragt, 2 Einsatzstellen wurden bereits genehmigt - weitere werden, davon sind wir überzeugt, folgen.

Nun zum Bereich des Eigenbetriebes Stadtwerke
Die stabile und störungsfreie Trinkwasserversorgung unserer Bevölkerung ist gesichert. Der Verbrauch lag gegenwärtig bei rund 1.000 bis 1.200 m³ pro Tag.
Mit dem Gesundheitsamt und dem Fachdienst Umwelt des Landkreises werden jährlich Begehung und Überprüfung der Wassererzeugungs- und verteilungsanlagen sowie der Schutzzonen durchgeführt. So dies auch im zurückliegenden Monat, wobei keine Mängel festgestellt wurden und ein sehr guter Zustand der Anlagen bestätigt wurde, so dass keinerlei Auflagen durch die Aufsichtsämter erteilt wurden.
Die Arbeiten zur Erneuerung der Trinkwasserleitung und der Hausanschlussleitungen in der Langen Straße und in der Mittelstraße, die im Rahmen der Baumaßnahme der Stadt durchgeführt werden, verlaufen trotz einiger Schwierigkeiten, die durch die örtlichen Gegebenheiten bedingt sind, planmäßig. Es wurden dabei bisher 22 Hausanschlüsse erneuert.
Im Zuge der Baumaßnahme Antonienhüttenweg/ Querstraße wurden im Antonienhüttenweg 4 Hausanschlüsse und in der Querstraße 5 Hausan-schlüsse erneuert.
Erfreulich - jedenfalls bis zum heutigen Tag - verläuft auch der Betrieb der Elbefähre.
In diesem Jahr war die Fähre kontinuierlich in Betrieb und musste nicht, wie in anderen Jahren, witterungsbedingt - z. Bsp. durch Eisgang oder Hochwasser - außer Betrieb genommen werden. Wie auch in den zurückliegenden Jahren wurden natürlich zu besonderen Höhepunkten sowohl auf der Wörlitzer, als auch Coswiger Seite die Fährzeiten verlängert, was sich nicht immer gerechnet hat, aber dennoch positive Resonanz erzeugt.
Sowohl Fähre, als auch Flämingbad müssen auch als Aushängeschild für unsere Stadt gesehen und erkannt werden. Dass es sich dabei auch um witterungsabhängige Bereiche handelt macht die Sache sicher unter wirtschaftlichen Bedingungen nicht leichter. Deshalb ist die Gesamtbetrachtung wichtig.
Wie bereits gesagt, ist in diese Betrachtungen auch das Flämingbad einzubeziehen. Wie wir alle das Wetter in diesem Sommer erlebten, kann von einer wirklich guten Badesaison nicht gesprochen werden. Trotz interessanter Aktionen des Schwimmmeisters und Werbeaktionen durch die Radiosender, wo unser Naturbad immer besonders gut abschloss, war der erhoffte Besucherstrom nicht zu verzeichnen. Allerdings zeugten die Autokennzeichen auf den Parkplätzen davon, dass viele Besucher auch aus anderen Landkreisen unsere Kunden waren. Trotzdem konnte all das die Besucherzahlen nicht kompensieren.
Allerdings muss ich auch einschätzen, dass der ständige Wechsel der Öffnungszeiten und die Tatsache, dass man nicht wie in den zurückliegenden Jahren dem Schwimmmeister eine flexible Gestaltung gestattete, die eigentlich immer sehr positiv angenommen wurde, eher nicht zum Besuch des Bades führte und viele Gäste sehr verärgerte. Man kann nicht in 10 Tagen 6 verschiedene Öffnungszeiten anbieten. Hier ist Flexibilität gefragt und diese sollte man demjenigen zutrauen, der Erfahrung hat und dies über viele Jahre sehr selbständig und ordentlich absolvierte.
Zum Flämingbad möchte ich abschließend auch sagen, wenn hier in Zukunft nicht auch werterhaltungstechnisch einiges geschieht, was der Schwimmmeister gern auch tun würde, allerdings durch den Abzug zu anderen Arbeiten stets verhindert wird, werden wir in den kommenden Jahren noch mehr Abbruch von Badegästen erleben und nicht nur, weil das Wetter Sorgen bereitet. Allein die sehr gute Wasserqualität kann über die Werterhaltungsprobleme nicht hinweg täuschen. Ich bin mir im Klaren, dass auch das Schwimmbad ein defizitärer Bereich ist. Hier ist die Betriebsleitung mit Ideen und ausgleichenden Betätigungsfeldern gefragt.
Zu meinen, alle Defizite habe letztendlich ja die Stadt auszugleichen, man ist ja ein Eigenbetrieb der Stadt, ist neben unfair, auch äußerst unklug - so sieht es z. B. auch nicht das Eigenbetriebsgesetz.
Mein Dank für die unfallfreie und gute Absicherung gilt den Schwimmmeistern, auch denen der Bäder in Cobbesldorf und Serno sowie dem DLRG - Team, die wiederum diensteifrig zur Stelle waren.

Zum Bereich Stadtwirtschaft muss ich nicht viel ausführen. Wir alle kennen die umfangreichen Aufgaben im Grünbereich, Bautätigkeiten und vielem anderen. Für mich ist die Funktion dieses Bereiches eines der wichtigsten und wie immer konnte man sich auf den Leiter, Andreas Kunze und seine Mannen voll verlassen. Dabei denke ich nicht nur an die saubere Stadt am zeitigen Sonntag Morgen nach einem heftigen Sonnabend beim 825 Jahre Stadtfest, das ist einfach immer so und falls mal was im Argen liegt, was bei der Fülle der Aufgaben vorkommen kann, spricht man miteinander und weiter geht's.
Gegenwärtig ist das auch so mit den vorbereitenden Arbeiten für die Verlegung der neuen Heiztrasse für die Fröbelgrundschule.
In der Verwaltung bereitet man die Versendung der Ablesekarten zur Erfassung des Trinkwasser - Jahres -Verbrauchs der Kunden auf und erarbeitet den Wirtschaftsplan für das Wirtschaftsjahr 2013, welcher im kommenden Betriebsausschuss, am 8. November beraten werden soll.

Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit und wünsche der weiteren Sitzung einen guten Verlauf.

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