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Besucher aus Coswig in Coswig

Erfolgreicher Tag, der viele neue Kontakte beschert hat

Heidemarie Grzech

Gäste aus Sachsen luden zum Gegenbesuch in Ihrem Coswig ein

Am Sonnabend waren 140 Coswiger mehr in der Stadt als die statistische Einwohnerzahl angibt. Der Heimat- und Geschichtsverein Coswig (Anhalt) hatte Besuch von Bürgern der Stadt Coswig in Sachsen.  Mit drei Busen kamen sie, um die gleichnamige Stadt kennen zu lernen ? deren absolut identische Schreibweise häufig zu Verwechselungen bei Post, Spedition und Besuchern führt.

Mitglieder des Heimatvereins hatten seit Wochen Vorbereitungen getroffen, um einen interessanten Einblick in Gegenwart und Geschichte der Stadt Coswig (Anhalt) zu ermöglichen.

Die große Anzahl der Besucher stellte eine Herausforderung dar, denn alle geplanten Besichtigungen waren nur für kleinere Gruppen möglich. Pfarrer Stephan Grötzsch gestattete den Empfang in der Kirche St. Nicolai, wo alle Besucher gemeinsam begrüßt wurden. Zwei Schülerinnen der Musikschule spielten auf der Querflöte. Bürgermeisterin Doris Berlin in Anhalt ? Tracht gab ihrer Freude Ausdruck, Vertreter der Stadt kennen zu lernen, in die des öfteren fehlgeleitete Briefe zugestellt werden müssen.

Oberbürgermeister Michael Reichenbach aus Coswig in Sachsen bestätigte in seinen kurzen Begrüßungsworten dieses leidige Problem. Auch er freute sich über die Begegnung. Nach kurzen Ausführungen von Harald Köbel zum Baugeschehen in der Kirche des Jahres 2002 konnten dann in kleineren Gruppen die Niedermühle, das Museum, das Amtshaus und das Rathaus besichtigt werden. Besonders Ernst Koch und seinem Sohn gebührt ein großes Dankeschön, dass er die Besichtigung seiner Mühle ermöglichte. Zeitgleich fanden Stadtführungen statt, die besonders den Altstadtkern und die elbnahen Straßen zum Mittelpunkt hatten.

Alle Besucher wollten über die Hochwasserlage 2002 informiert werden, denn sie waren davon sehr stark betroffen. Frau Berlin freute sich über das Interesse an ihrem Amtssitz, der nach der Restaurierung sehr ansehnlich geworden ist.

Die Besichtigungen gefielen den Gästen, und die historischen Gebäude machten großen Eindruck. Den Ausführungen lauschten alle sehr aufmerksam. Und bei strahlendem Sonnenschein schmeckte die Kartoffelsuppe aus der Feldküche von Thomas Junghans auf dem Klosterhof besonders gut. Danach nutzten noch einige Gäste die Zeit für einen Museumsbesuch. Besonders die Schiffsmodelle fanden großes Interesse, denn Coswig in Sachsen liegt ja wie die Namensschwester ebenfalls an der Elbe.

Die Busse brachten die Coswiger dann noch zu einem Besuch in den Wörlitzer Park. Mitglieder des Heimatvereins betreuten auch hier ihre Gäste und führten in kleineren Gruppen durch die Anlagen, die die meisten nicht kannten. Beim Abschied wurde wieder eingeladen zu einem Gegenbesuch, zur Weinprobe oder ins Kammermusikzentrum. Es war ein erfolgreicher Tag, an dem viele neue Kontakte geknüpft werden konnten.




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